Sonntag, 13. September 2015

Granny, ein Mord und ich: Kriminalroman (Frauenromane im GMEINER-Verlag)

Gmeiner Verlag

Preis: 13,99€ [D, Broschiert] & 9,99€ [E-Book]
Seitenanzahl: 347
Meine Wertung: 5/5
Verlag: Gmeiner Verlag
erschienen am: August 2015
ISBN:  978-3839217276


Kurzbeschreibung

Eine tolle Geschichte um ein Verbrechen das es aufzuklären gilt, allerdings kein Verbrechen das im hier und jetzt passiert sondern wo vor ca. 120 Jahren sattgefunden hat.
Denn Sabrina ist eine junge Frau aus dem modernen Leben wie wir es tagtäglich erleben und genau wie ich, ist sie nicht nur schockiert sondern auch überrascht und sich fragend ob sie vielleicht einen an der Mütze hat.. ;)

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mich das auch gefragt wenn meine Ur- Ur- Großmutter aufgetaucht wäre und gemeint hätte ich soll ihr bei der Aufklärung der Liebe ihres Lebens helfen.
Dies ist nämlich der Ansatz einer wundervollen und rührenden Liebesgeschichte in den Irrrungen und Wirrungen der damaligen Zeit um 1800 und den dortigen Gegebenheiten die sich doch sehr von der heutigen Kultur unterscheiden in der allerdings ein Mord passierte, aber nie als solcher aufgeklärt wurde.



Cover

Das Cover fiel mir gleich auf mit den filigranen Ästen und den Blüten und vor allem dem Titel, der mir sehr gut gefiel und ich mich fragte, was steckt hinter einer kriminellen Zeitreise... ;)
Für mich gelungen  und ich würde diese Schmuckstück das es für mich darstellt immer wieder in die Hand nehmen. Deshalb bekommt es in meinem Regal auch einen Ehrenplatz!  <3


 

Schreibstil

Die Autorin Angelika Godau hat nicht nur einen flüssigen Schreibstil, sondern  die Geschichte so toll dargestellt das man sich nicht nur bei Sabrina in der jetzigen Zeit wiederfindet, sondern man sich sehr gut in das 18. Jahrhundert zurückversetzen kann.
Und ich begeistert gelesen habe was Luise damals alles im Leben passiert ist und wie sie ihre große Liebe kennen gelernt hatte.
Für mich sehr gut gelungen und umgesetzt und die ganzen Empfindungen und die Erinnerungen und auch die Tagebücher sind für mich nicht nur nachvollziehbar sondern so toll beschrieben das das Kopf Kino automatisch losgeht beim Lesen, jedenfalls bei mir.

 

 

Meinung

Wenn Liebe nie vergeht...


Dann sind wir bei Luise Klewe angekommen, die man glaubt es kaum im Jahre 1868 in Detmold geboren wurde.
Was das mit der Sabrina Wagner im heutigen Zeitalter zu tun hat???

Eine Menge kann ich euch verraten. Denn Luise die vor über 120 Jahren gelebt hatte taucht bei Sabrina im Schlafzimmer auf mit einer Frage die man fast nicht glauben kann und zwar ob Sabrina ihr hilft den Mord an ihre geliebten Kabinettsminister Otto aufzudecken.

Erstmal baff und ziemlich sprachlos und geschockt ob die Frau aus der Psychiatrie ausgebrochen sei, beschließt Sabrina sich das ganze anzuhören und muss feststellen das Luise ihre Ur- Ur- Großmutter ist und ihre Schwierigkeiten mit der modernen Zeit zu haben scheint.

Nachdem dieser Schreck verdaut ist und Sabrina merkt das vor Ort wirklich der Geist ihrer Granny sitzt versucht sie ihr zu helfen und am Schluss ist nicht nur ihre Mutter mit an Bord sondern die drei befinden sich auf einer Zeitreise  ins damalige Detmold und einer Liebe die eigentlich vom Stand her gar nicht sein dürfte.
Aber schon damals wie heute ist es doch so, das Gefühle wenn sie echt sind, sich nicht lenken lassen und der Verstand manches Mal ein Einsehen haben sollte wenn das Herz spricht. ;)

Denn Luise hatte schon mehr als einmal Pech in ihrem Leben was zu der damaligen Zeit nicht ganz so einfach war und sie verlor in jungen Jahren nicht nur ihre Mutter und anschließend ihren Vater, sondern sie und ihr Bruder Otto kamen unter bei einem Kohlehändler der sie aufnahm. Luise als Haushälterin und ihren Bruder als Ersatz für den toten Vater. Luises drei jüngere Geschwister mussten ins Waisenhaus, von denen sie nie wieder was hörte.

Aber das Leben war damals für Frauen sehr hart und Luise musste schon immer sehr hart arbeiten, sei es jetzt die Mutter ersetzten oder in der neuen Familie vier Kinder hüten und nur durch einen Zufall oder in dem Fall würde ich fast sagen Schicksal, lief sie damals Otto über den Weg und zwischen beiden schien eine Verbindung zu sein.
Diese Verbindung ging beiden nicht mehr aus dem Kopf und beide haben sich entschieden zu vertrauen.
Dabei hatte Luise Menschen die es mit ihr gut meinten und auch Otto hatte einen guten Freund der ihm mit Rat und Tat zur Seite stand.

Alles an sich wäre einfach passend, aber es gibt immer ungesagtes und manches was besser ungesagt geblieben wäre und es gibt leider immer wieder Neider.
Für mich auf alle Fälle spannend bis zum Schluss.
Eine gefühlvolle Geschichte über die Erinnerungen von Luises Sicht von ihr erzählt und auch von den Gedanken Ottos, ihrem geliebten Kabinettsminister der hier nicht nur mit den Irrungen und Wirrungen der Parteien zu kämpfen hatte, sondern auch noch mit seiner hoch angesehenen Stellung und den Widerstreitenden Gefühlen in sich. 
Aber auch die Dialoge von den drei unterschiedlichen Generationen, sei es aus er Sicht von Sabrina und der Sicht ihrer Mutter oder ihrer Granny sind einfach Klasse gemacht und haben mich des ein oder Öfteren schmunzeln lassen.



 

Fazit 

Absolut empfehlenswert wie die Mädels einen uralten Mord aufklären und ich bin begeistert von dieser tollen Geschichte!!!
Ich freue mich schon auf mehr von der Autorin!

 

5 von 5 Sternen

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