Dienstag, 31. Oktober 2017

Funkenflug


Preis: 9,99€ [D, TB] & 4,99€ [D, E-Book]
Seitenanzahl: 480
Meine Wertung: 5/5
     
Verlag: Tinte & Feder
 
erschienen am: Oktober 2017
ISBN:
978-1503946804


Kurzbeschreibung

Faye Duncan ist eine selbstbewusste Frau, die schon viele Krisen in ihrem Leben überwunden hat und nun endlich wieder bereit ist für einen neuen Lebensabschnitt mit Constantin ist.
Leider hat Constantins Vater allerdings andere Pläne für seinen Sohn und Faye passt nicht in dessen Bild von einer guten, geschweige denn angemessenen Braut.
Denn Faye ist Witwe und Mutter zweier Kinder. Für den aus adligem Haus stammenden Constantin stellt dies allerdings kein Hindernis dar und er gedenkt Faye zu heiraten.

Bei einem Besuch auf dem Schloss seiner Ahnen trifft Faye auf ein Bild das die Urahnin Clara Henriette zeigt, geborene Gräfin von Beiersdorf. Die wiederum sieht Faye nicht nur ähnlich sondern musste um die Zeit der Viktorianischen Ära eine schlimme Zeit durchleben.

Obwohl die beiden Frauen so viel verbindet trennt sie die Zeit und Faye erfährt mehr von Clara, denn beide scheinen verbunden miteinander zu sein.



Cover

Das Cover ist einfach nur Traumhaft gelungen und so passend. Für mich stellt es eine junge Frau dar die in die Zukunft schaut und man stellt sich die Frage, was sie erwarten wird. Die Aussicht sieht aus, als wenn man in eine aufgehende Sonne schaut, was sich aber dabei ändert ist das hier Funken fliegen. Also stammt das Licht wie passend auch zum Titel, von Funkenflug, entfacht durch ein Feuer.
Inhaltlich sehr gut gewählt. 💖


Schreibstil

Die Autorin Izabelle Jardin hat einen wundervollen Schreibstil, der einen hier mitnimmt in die verschiedenen Zeitepochen. Sei es jetzt ins Jahr 2010 wo sich Faye und Constantin bei der Wiederaufbau Feier des Schlosses seiner Ahnen befinden, oder im Jahr 1850 wo einst die junge Gräfin Clara Henriette lebte und liebte.
Diese Verschmelzung einer Geschichte ist hier wunderbar gelungen und man ist gespannt was einst die junge Clara Henriette dazu bewogen hat ihre Entscheidungen zu treffen und was dahinter steckte. Dabei finde ich auch sehr gut die Protagonisten dargestellt mit ihren ganz eigenen Charakteristika, die einen hier mitnehmen in die Beziehung zwischen Adel und Nicht Adlig oder auch den Standesdünkel zu damaliger Zeit. Vieles war damals möglich und leider auch legitim und Faye fühlt mit ihr. Und genau das liebe ich wenn ich mit den Protas mitfühlen kann, mein Kopf Kino anläuft und man verschmilzt mit der Geschichte die einen in den Bann zieht.
Wunderbar ausgearbeitete Geschichte mit sehr guter Recherchearbeit und Blick für die Viktorianische Zeit. 😍💖


Meinung

Wenn ein altes Familien Geheimnis ans Licht kommt...

Dann sind wir bei der selbstbewussten Faye Duncan, die sich gerade auf den Weg zu dem alten Familiensitz ihres Lebensgefährten Constantins befindet.
Dabei ist allerdings auch Constantins Vater der eines alten Adelsgeschlechts angehört und Faye absolut nicht leiden kann, da sie nicht dem Standesdünkel entspricht. Denn für ihn zählt nur wer Adlig ist und Faye gehört in die Kategorie Gebrauchtfrau, da sie schon einmal verheiratet war und ihren Mann an eine Krankheit verlor. Zurück blieben sie und ihre zwei Kinder die sie sehr gut selbst allein großzieht. Aber all dies zählt nicht bei ihrem Schwiegervater in Spe.

Denn kaum auf dem Schloss angekommen lässt ihr Schwiegervater keinen Moment vergehen, ihr seine Meinung unter die Nase zu reiben. Und als dann auch noch ein uraltes Gemälde auftaucht das Faye zeigt, ist nicht nur der alte Herr irritiert, denn Faye fühlt sich zu dem Bild wie auch zu der Geschichte der Urahnin Constantins hingezogen.

Denn darauf zu sehen ist Clara Henriette, geborene Gräfin von Beiersdorf, die sich um 1851 unsterblich in Martin Klopstock verliebte. Er nicht von Adel bekam die Hand zugesprochen und es hätte alles harmonisch werden können, gekrönt durch eine Hochzeit, aber damals im Viktorianischen Zeitalter herrschten noch andere Sitten und durch einen verherrenden Brand muss Clara sich gegen die Liebe und für die Vernunft entscheiden, denn es muss ein Kredit her in größerem Ausmaß und ihr Vater ersucht sie, sich dem Reeder Henry Ames zu versprechen.
Das alleine schon ist schmerzhaft und grausam, denn die junge Liebe kaum erblüht, erstarb an der Bürde über die Leute die man als Graf beherbergt und deshalb heiratete Clara diesen Henry und es hätte alles gut werden können, wenn man hofft, so dachte Clara und gab sich Mühe.

Allerdings stellte sich das neue Leben ohne ihre Lieben weitab fern von der Heimat als Zerreisprobe heraus und Henry der am Anfang sich sehr viel Mühe gab, zeigte sein wahres Gesicht und Clara fand erschreckendes heraus.

Eine Zeit der unerfüllten Liebe, Intrigen und Lügen musste die damalige Clara mitmachen und auch Faye durchlebt die Zeit in Gesprächen mit Constantins Tanten Mathilde und Charlotte. Denn auch sie wussten um die schrecklichen Begebenheiten ihrer Urahnin. Das ganze nimmt Faye mit und zeigt ihr auch einen Weg für ihre eigene Zukunft mit Constantin.

Für mich zwei sehr starke Frauen die sich ihren Weg erkämpfen müssen, sei es zurück ins Leben oder durch das Leben selbst.  Die mit Hindernissen umgehen können und sich selbst treu bleiben und einen Weg für sich finden können.


Fazit

Eine wundervolle Geschichte mit viel Herz geschrieben!!! 💖💖💖
Ein uraltes Geheimnis, eine Liebe die nicht standesgemäß ist und ein Funkenflug der alles verändern könnte.

5 von 5 Sternen

 

1 Kommentar :

  1. Wow das klingt toll und wandert direkt auf meine Wuli...
    lieben Gruss

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